Satellitenbild (sichtbarer Kanal) mit ausgewählten Bodenstationen (Temperaturwerte) von heute Mittag 12 UTC
gross.png, 618 KBAm Mittwoch lag die Schweiz zwischen einem Hoch mit Kern über der Bretagne und einem Tief über Osteuropa in einer Nordwestströmung. Diese führte hochreichend kalte, labile und zunächst auch noch recht feuchte Polarluft zu unserem Land. Die Schneefallgrenze sank in der Nacht unter 1000 Meter und am Morgen lag gebietsweise eine Neuschneedecke. Die grösste Neuschneemenge im MeteoSchweiz-Messnetz wurde mit 16 cm in Arosa gemessen. Des Weiteren sind auch die 10 cm auf dem Säntis oder die 8 cm auf der Schwägalp nennenswert. Auch in Wildhaus oder in La Chaux-de-Fonds in rund 1000 m ü.M. wurde um 8 Uhr morgens eine Neuschneedecke von 4 cm, bzw. von 2 cm gemessen. In der labilen Luftmasse gab es auch tagsüber noch weitere Schauer, teils auch Gewitter. Mit der tageszeitlichen Erwärmung stieg die Schneefallgrenze aber wieder über 1000 Meter und in der zweiten Tageshaelfte liess die Schauertätigkeit dann nach.
Im Flachland lag die Tiefsttemperatur am frühen Morgen zwischen 3 und 5 Grad, die Höchstwerte erreichten nachmittags 8 bis 12 Grad. In erhöhten Lagen wie dem beispielsweise dem Pilatus lag die Tiefsttemperatur bei -7.4 Grad, auf dem Jungfraujoch (3580 m ü.M.) bei -18.5 Grad. Am Beispiel des Jungfraujochs sieht man, dass dies fuür Mitte Mai zwar tiefe Werte sind, jedoch keine Kaelterekorde. Hier wurden im Mai bereits einmal -23.7 Grad gemessen (3. Mai 1979) und auch die heutigen -18 Grad wurden auch in der zweiten Mai-Hälfte bereits einmal erreicht (23. Mai 1970).
Auf der Alpensüdseite herrschte mit zügigem Nordwind sonniges Wetter. In den Niederungen erreichte der Nordwind Böenspitzen um 60 km/h, in erhöhten Lagen wie dem Monte Generoso bis zu 110 km/h. Die Temperatur stieg im Tessin auf bis zu 18 Grad.
MeteoSchweiz Wetterkamera Château-d'Oex, Bild 06.00 UTC. Am frühen Morgen lag hier in rund 1000 m ü.M. eine dünne Neuschneedecke.
gross.jpg, 231 KBMeteoSchweiz Wetterkamera St. Chrischona, Bild 12.10 UTC. Tagsüber entwickelten sich in der labilen Luftmasse einige Gewitterzellen, wie hier im Bild südlich von Basel.
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